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Live-Fortbildungen


Das Kompetenzzentrum für Gutachten bietet Fortbildungsinteressierten Live-Fortbildungen aus allen Bereichen des Gutachterwesens. Renommierte ExpertInnen referieren zu aktuellen Themen und laden zur Diskussion ein. Das etablierte virtuelle Konferenzsystem ermöglicht donnerstags um 17.00 Uhr ortsunabhängige Teilnahme an einstündigen Seminaren auf höchstem Niveau.

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Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über das aktuelle Seminarangebot sowie weitere Details zu den Kosten und Möglichkeiten der Anrechnung als Fortbildungsveranstaltung.


Fortbildungen zum Familienrecht


10. Februar 2022
Nachholtermin aus 2021

Trennung und Scheidung - rechtliche Grundlagen für Gutachter
Referent: Dr. Rita Coenen,
Familienrechtsanwältin, Meisterernst Düsing Manstetten Partnerschaft von Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten mbB
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Neben einem Überblick zu den allgemeinen rechtlichen Folgen von Trennung und Scheidung, sollen insbesondere auch das sog. „paritätische Wechselmodell“ und die rechtlichen Definitionen von Kindeswohl betrachtet werden. In den letzten Jahren entscheiden sich immer mehr getrenntlebende Eltern für das paritätische Wechselmodell, bei welchem die Eltern Betreuungsleistungen und Verantwortung für die Kinder gleichermaßen übernehmen. Dies hat auch Auswirkungen auf die jeweiligen Unterhaltsverpflichtungen.
10. März 2022
Datenschutz an der Schnittstelle zwischen Jugendamt und Dritten
Referent: Prof. Dr. Jan Kepert,
Hochschule Kehl
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Das Jugendamt ist dem Sozialdatenschutz verpflichtet. Dieser ist ein wichtiges Instrument der Tätigkeit der Jugendhilfe. Im Einzelfall kann der Datenschutz aber auch zu Problemen bei der Datenverarbeitung mit Dritten führen. Möglichkeiten und Grenzen der Datenverarbeitung werden im Rahmen des Vortrags beleuchtet.
28. April 2022
Nachholtermin aus 2021

Kinderrechte im Grundgesetz
Referent: Prof. Dr. Barbara Veit,
Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Schwerpunkt Familienrecht; Georg-August-Universität Göttingen
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Anfang Januar hat sich das Bundeskabinett für eine Änderung des Grundgesetzes ausgesprochen, mit der die Grundrechte von Kindern sichtbarer werden sollen. Diesem Vorschlag geht eine lange Diskussion um das „Ob“ und „Wie“ einer Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz voraus. Im Vortrag soll nicht geprüft werden, inwieweit der Entwurf überzeugende Antworten auf diese beiden Fragen gibt; vielmehr werden auch rechtliche und praktische Auswirkungen einer solchen Grundgesetzänderung aufgezeigt.
19. Mai 2022
Die gerichtliche Leitung der Tätigkeit des psycholog. Sachverständigen in Kindschaftssachen
Referent: RiKG Rüdiger Ernst,
Vorsitzender Richter am Kammergericht
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Der Vortrag befasst sich schwerpunktmäßig mit folgenden Fragen: Wie sollte der Beweisbeschluss vorbereitet und formuliert werden? Dürfen bei der sachverständigen Untersuchung der Kinder und der Elternteile Begleitpersonen anwesend sein? Was ist bei Bild- und Tonaufzeichnungen durch den/die Sachverständige/n zu beachten?
15. September 2022
Kindschaftssachen und häusliche Gewalt
Referent: Dr. Thomas Meysen,
International Center for Social-Legal Studies (SOCLES)
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In familiengerichtlichen Kindschaftsverfahren um die elterliche Sorge und den Umgang nach häuslicher Gewalt überlagern die Schutzbedürfnisse der Kinder sowie gewaltbetroffenen Elternteile das Einigungsparadigma in Trennungs- und Scheidungskonflikten. Familienpsychologische Sachverständige haben nicht die Aufgabe, das Gewaltgeschehen aufzuklären, sondern widmen sich vor allem den Belastungen, Ängsten und Bedrohungen sowie der Motivation für die Kontaktwünsche und der Verantwortungsübernahme für eine künftig gewaltfreie Wahrnehmung der Elternrolle. Der Vortrag erläutert die rechtlichen Grundorientierungen, um anschließend die Anforderungen an familienpsychologische Gutachten zu diskutieren.
6. Oktober 2022
Psychologische Gutachten am Familiengericht - Praxisbericht eines Familienrichters
Referent: Jörn Müller,
Familienrichter am Amtsgericht Worms
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Warum kommen Familiengerichte zum Schluss, ein psychologisches Gutachten zu benötigen? Wie werden Gutachtenfragen typischerweise formuliert, was ist damit gemeint und was erhoffen sich Gerichte von den Antworten? Welche Regeln gelten im Verhältnis Gericht - Sachverständiger - Beteiligter? Auf diese und viele weitere praktische und rechtliche Fragen soll der Vortrag aus Sicht eines langjährigen Familienrichters eingehen.
10. November 2022
Die Kindeswohlgefährdung in der familiengerichtlichen Praxis
Referent: Monika Clausius,
Sekteninfo NRW
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Nach der gesetzgeberischen Intention soll das Kindeswohl die grundlegende Leitlinie des elterlichen Handelns sein. Folgend aus Art. 6 Abs. 2 S. 1 GG obliegt zuvorderst den Eltern das Recht auf Pflege und Erziehung ihrer Kinder. Dieses grundlegende Elternrecht kann allerdings mit dem aus Art. 2 Abs. 1 GG folgenden Anspruch des Kindes auf staatlichen Schutz, d.h. dem staatlichen Wächteramt kollidieren.
Im familiengerichtlichen Verfahren ist neben den rechtlichen Voraussetzungen zur Annahme einer Kindeswohlgefährdung, die ein gerichtlichen Eingreifen rechtfertigen können, auch der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit hinsichtlich der zu ergreifenden Maßnahmen intensiv zu prüfen. Vor allem auf der Ebene der Verhältnismäßigkeitsprüfung sind die in der höchstrichterlichen Rechtsprechung entwickelten Grundsätze bei der Differenzierung des Wahrscheinlichkeitsgrades der Gefährdung auf Tatbestands- und Rechtsfolgenebene besonders zu berücksichtigen.
Beleuchtet werden sollen letztlich neben Fragen des Informationsgewinns zu Kindeswohlgefährdungen und deren Verwertung auch die den Familiengerichten zur Verfügung stehenden Eingriffsmöglichkeiten.
8. Dezember 2022
Gerichtliche Reaktionen auf Umgangsvereitelung
Referent: DirAG Andreas Frank,
Direktor des Amtsgerichts Cuxhaven, stv. Vorsitzender DFGT
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Das Kind hat das Recht auf Umgang mit jedem Elternteil; jeder Elternteil ist zum Umgang mit dem Kind verpflichtet und berechtigt". So steht es im Gesetz, und so wäre es wohl nach (fast) jeder Trennung wünschenswert. Aber die Realität sieht anders aus: erbittert wird um das Recht - und manchmal auch die Pflicht - zum Umgang gestritten, die Familiengerichte in erster und zweiter Instanz stöhnen über die zunehmende Zahl und Intensität der Konflikte über diese Frage. Wie kann im Fall einer Umgangsvereitelung geholfen werden? Wann reichen Ordnungsgelder, wann kann auch Ordnungshaft geboten sein? Welche Möglichkeiten gibt es, wenn mit der Umgangsvereitelung finanzielle Schäden einhergehen? Welche Rolle kann Beratung oder die Einsetzung einer Umgangspflegschaft oder - begleitung spielen? Und wann liegt sogar ein strafrechtlich relevantes Verhalten vor? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Onlineseminar zur Umgangsvereitelung, wobei neben den juristischen Fragen auch die praktische Umsetzbarkeit betrachtet und die Frage gestellt wird, welcher Schaden möglicherweise durch ein "Zuviel" an gerichtlichen Reaktionen oder auch deren falsche Auswahl entstehen kann.

Weiter- und Fortbildungen zum Strafrecht


24. März 2022
Therapie oder Glaubhaftigkeit ?! - Psychotherapeutische Behandlung bei laufenden Strafverfahren
Referent: Dr. Jonas Schemmel,
Psychologische Hochschule Berlin (PHB)
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Geschädigten wird zuweilen davon abgeraten, während eines noch laufenden Strafprozesses eine Psychotherapie zu beginnen, da dies ihre Erinnerungen zu Ungunsten ihrer Glaubhaftigkeit verändern könne. Im Vortrag wird erläutert, dass es unter spezifischen therapeutischen Rahmenbedingungen tatsächlich zu einer Induktion von Scheinerinnerungen kommen kann, der suggestive Einfluss von Psychotherapien aber wesentlich geringer ausfallen dürfte, wenn diese problematischen Rahmenbedingungen nicht vorliegen. Vor diesem Hintergrund wird dargelegt, unter welchen Voraussetzungen das suggestive Risiko von Psychotherapien erheblich vermindert sein dürfte, sodass ein pauschales Abraten von einer Behandlung während eines laufenden Verfahrens insgesamt sachlich nicht begründet erscheint.
23. Juni 2022
Opferschutz und Begutachtung im Strafverfahren – Reduzierung der Belastung durch Information
Referent: Ltd OStA Ulrike Stahlmann-Liebelt,
Opferschutzbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein
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In Strafverfahren, die sich mit der Aufklärung von Sexualdelikten befassen, werden die Aussagen insbesondere kindlicher und jugendlicher, aber auch erwachsener Verletzter mangels weiterer objektiver Beweismittel sehr häufig kritisch von den Verfahrensbeteiligten hinterfragt. Staatsanwaltschaften und Gerichte ziehen – auch aufgrund entsprechender Beweisanträge - zur Beurteilung der Glaubhaftigkeit der Aussagen und/oder der Glaubwürdigkeit der Verletzten nicht selten Aussagepsychologinnen und Aussagepsychologen hinzu. Was bedeutet dies für die mutmaßlichen Opfer und wie kann durch die Verfahrensbeteiligten vermuteten Belastungen durch die Begutachtung entgegengewirkt werden?
27. Oktober 2022
Aussagepsychologie - Chancen und Grenzen
Referent: Prof. Dr. Michaela Pfundmair,
Vorsitzende der Sektion Rechtspsychologie BDP, Hochschule des Bundes für Öffentliche Verwaltung
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Aussagepsychologische Begutachtungen kommen im deutschen Rechtssystem vielfach zum Einsatz, wenn Aussage gegen Aussage steht und ein Gericht nicht über ausreichend Sachkunde verfügt, um zu bewerten, ob die Aussage des Zeugen oder der Zeugin, meist die des vermeintlichen Opfers, auf wahrem Erleben beruht oder nicht. Neben einem Überblick über die Logik und Chancen der Aussagepsychologie wird sich der Vortrag mit den Grenzen dieser Methode befassen. Dabei werden sowohl methodische Limitationen als auch aktuelle Kritikpunkte (wie der mancherorts postulierte mangelnde Einbezug von Erkenntnissen der Traumaforschung oder die teils bemängelten Entscheidungsspielräume der Methode) adressiert.
24. November 2022
Die Anwendung standardisierter Instrumente im Rahmen der kriminalprognostischen Begutachtung – aktuelle Entwicklungen und methodische Empfehlungen
Referent: Prof. Dr. Martin Rettenberger,
Direktor der Kriminologischen Zentralstelle (KrimZ)
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Im Rahmen dieses Vortrags werden zunächst aktuelle Entwicklungen im Bereich der Erforschung von Kriminalprognoseinstrumenten präsentiert, die zuletzt veröffentlicht wurden. So wird beispielsweise die deutsche Version der Offender Group Reconviction Scale, Version 3 (OGRS 3) vorgestellt, deren praktische Anwendung kurz erläutert wird. Darüber hinaus werden weitere einschlägige Forschungsergebnisse und -projekte kursorisch diskutiert und ihre klinisch-forensische Relevanz thematisiert. Im zweiten Teil wird gezeigt, wie vor dem Hintergrund der 2019 veröffentlichten „Empfehlungen für Prognosegutachten“ idealerweise die Anwendung von standardisierten Prognoseinstrumenten in Gutachten und Stellungnahmen dargestellt und berichtet werden sollte.

Kosten


Reihe Familienrecht
45 € pro Veranstaltung
oder günstiger im Abo: 6 x 40 € = 240 €
ermäßigt: 35 € pro Veranstaltung
oder günstiger im Abo: 6 x 30 € = 180 €

Reihe Strafrecht
45 € pro Veranstaltung
oder günstiger im Abo: 4 x 40 € = 160 €
ermäßigt: 35 € pro Veranstaltung
oder günstiger im Abo: 4 x 30 € = 120 €


Weiter- und Fortbildungsbescheinigung


Weiter- und Fortbildungsbescheinigungen werden erteilt. Für FachpsychologInnen für Rechtpsychologie BDP/DGPs wird 1 UE/Veranstaltung gem. §§ 4.2 und 4.9 WBO als Weiter- und Fortbildung vergeben.

Procedere


Für die Teilnahme benötigen Sie einen Computer mit Internetanschluss sowie ein Headset. Technischer Support ist gewährleistet. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an die IT-Abteilung, Patrick Niebergall, Tel. 0251 16 24 55 52.