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Die virtuelle Live-Fortbildung


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Fortbildungen

Live-Fortbildungen


Das Kompetenzzentrum für Gutachten bietet Fortbildungsinteressierten Live-Fortbildungen aus allen Bereichen des Gutachterwesens. Renommierte ExpertInnen referieren zu aktuellen Themen und laden zur Diskussion ein. Das etablierte virtuelle Konferenzsystem ermöglicht donnerstags um 17.00 Uhr ortsunabhängige Teilnahme an einstündigen Seminaren auf höchstem Niveau.

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Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über das aktuelle Seminarangebot sowie weitere Details zu den Kosten und Möglichkeiten der Anrechnung als Fortbildungsveranstaltung.


Fortbildungen zum Familienrecht


06.05.2021
Zum Umgang mit dem Missbrauchsverdacht: Zwischen Sorge, Aufdeckungsarbeit und Diagnostik
Referent: Dr. Diana Gossmann,
Aussagepsychologische Sachverständige, GWG Köln
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Die Missbrauchsskandale der letzten Jahre und die Verbreitung kindesmissbrauchenden Materials führen in Fachkreisen zur Besorgnis und Verunsicherung. Möglichkeiten und Grenzen diagnostischen Handelns des Sachverständigen sollen anhand unterschiedlicher Fallkonstellationen (einschlägige Vorstrafen; Vorliegen kindesmissbrauchenden Materials; Kinderaussagen) systematisiert und diskutiert werden. Zentral ist dabei eine Risikoabwägung, da nicht nur das Übersehen möglicher Missbrauchshinweise, sondern auch unzureichend substantiierte Befürchtungen und resultierende unsachgemäße Interventionen zur Kindeswohlgefährdung führen können.
10.06.2021
Projektive Tests in der Rechtspsychologie
Referent: Prof. Dr. Rainer Banse,
Institut für Psychologie, Sozial- und Rechtspsychologie, Universität Bonn
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Projektive Tests gehören auch im Bereich der Rechtspsychologie immer noch zu den am häufigsten eingesetzten Verfahren. Im Gegensatz dazu spielen sie in der universitären Lehre und Forschung kaum noch eine Rolle. Es soll eine kurze Übersicht über die Grundannahmen qualitativer Verfahren im Allgemeinen und projektiver Verfahren im Besonderen gegeben werden. Die empirische Evidenz zur Reliabilität und Validität wird exemplarisch am Beispiel des Rorschachtests diskutiert, welcher dazu am meisten untersucht wurde. Schließlich wird beleuchtet, wie und warum projektive Tests in der (rechts-)psychologischen Praxis häufig verwendet werden. Ihr möglicher Nutzen und einige weniger offensichtliche Probleme der Anwendung werden diskutiert und Alternativen aufgezeigt.
24.06.2021
Vernachlässigung und ihre Grenzbereiche aus kinder- und jugendmedizinischer Sicht
Nachholtermin aus 2020, nicht im Abo enthalten!
Referent: Oliver Berthold,
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Kinderschutzmediziner (DGKiM), DRK Kliniken Berlin | Westend
01.07.2021
Videokonferenzen im Familienrecht
Referent: DirAG Andreas Frank,
Direktor des Amtsgerichts Cuxhaven, stv. Vorsitzender DFGT
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"Die aktuellen Kontaktbeschränkungen aufgrund der "Corona"-Viruspandemie haben den Blick auf Möglichkeiten gelenkt, gerichtliche Verfahren möglichst ohne physische Begegnung auskommen zu lassen. Dabei darf das rechtliche Gehör ebenso wenig vernachlässigt werden wie der persönliche Eindruck von den Beteiligten, den das Gericht seinen Entscheidungen zugrunde legt. Videokonferenzen können dazu beitragen, Gerichtsverhandlungen und -entscheidungen auch unter diesen schwierigen Bedingungen zu ermöglichen. Auch über die aktuelle Situation hinaus können sie vieles vereinfachen, z.B. wenn ein Beteiligter weit vom Gerichtsort entfernt lebt oder besonderen Schutzes bedarf. Das Seminar soll die rechtlichen Möglichkeiten und technischen Voraussetzungen von Videokonferenzen darstellen, aber auch ihre Hürden und Grenzen aufzeigen."
02.09.2021
Kinderrechte im Grundgesetz
Referent: Prof. Dr. Barbara Veit,
Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Schwerpunkt Familienrecht; Georg-August-Universität Göttingen
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Anfang Januar hat sich das Bundeskabinett für eine Änderung des Grundgesetzes ausgesprochen, mit der die Grundrechte von Kindern sichtbarer werden sollen. Diesem Vorschlag geht eine lange Diskussion um das „Ob“ und „Wie“ einer Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz voraus. Im Vortrag soll nicht geprüft werden, inwieweit der Entwurf überzeugende Antworten auf diese beiden Fragen gibt; vielmehr werden auch rechtliche und praktische Auswirkungen einer solchen Grundgesetzänderung aufgezeigt.
23.09.2021
Bindungstheorie und Bindungsforschung bei Gericht
Referent: Prof. Dr. Rüdiger Kißgen,
Department Erziehungswissenschaft und Psychologie, Lehrstuhl für Entwicklungswissenschaft und Förderpädagogik, Universität Siegen
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Bindungstheorie und -forschung haben in den letzten Jahrzehnten auch zunehmend an Bedeutung im juristischen Kontext gewonnen. Die Problematik der Anwendung des Wissens um Bindung besteht bei Gericht darin, dass populärwissenschaftliche Einschätzungen zu Fehlinterpretationen führen, die in diesem Kontext verheerende Folgen haben. Die Zielsetzung des Seminars besteht darin, abgesicherte Standards aus der Bindungsforschung für die Anwendung im juristischen Kontext zu vermitteln.
07.10.2021
Erwartungen des Gerichts an den Gutachter
Referent: Dr. Christiane Vesting,
Richterin am Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg
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Der Vortrag befasst sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen bzw. Vorgaben, die von Sachverständigen bei der Erstellung von Sachverständigengutachten im Kindschaftsrecht zu beachten sind. Hierbei sollen sowohl die allgemeinen (Mindest-) Anforderungen an die Erstellung von gerichtlichen Sachverständigengutachten thematisiert als auch die verschiedenen rechtlichen Ausgangssituationen einzelner Verfahren und deren Bedeutung für das jeweilige Gutachten berücksichtigt werden. Daneben soll auch die „tatsächliche“ Erwartungshaltung der Familiengerichte angesprochen werden.
28.10.2021
"Null Bock auf Schule" – Hintergründe zum Phänomen Schulabsentismus
Referent: Prof.`in Dr. Ursula Tölle,
Katholische Hochschule NRW
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Das Online-Seminar informiert über verschiedene Bezeichnungen des Phänomens Schulabsentismus und die dahinter liegenden Auffassungen sowie über Verfahren und Zuständigkeiten. Im Zentrum stehen pädagogische Überlegungen zum Umgang mit Schulabsentismus im Spannungsfeld von Zwangskontext und Beratung. Dabei werden Perspektiven für die Arbeit mit Einzelnen und Familien, in Gruppen, schulisch und außerschulisch und im Sozialraum aufgezeigt.
Angefragt: 04.11.2021
Glaubensfreiheit versus Kindeswohl
Referent: Anja Gollan,
Sekteninfo NRW
25.11.2021
Trennung und Scheidung - rechtliche Grundlagen für Gutachter
Referent: Dr. Rita Coenen,
Familienrechtsanwältin, Meisterernst Düsing Manstetten Partnerschaft von Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten mbB
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Neben einem Überblick zu den allgemeinen rechtlichen Folgen von Trennung und Scheidung, sollen insbesondere auch das sog. „paritätische Wechselmodell“ und die rechtlichen Definitionen von Kindeswohl betrachtet werden. In den letzten Jahren entscheiden sich immer mehr getrenntlebende Eltern für das paritätische Wechselmodell, bei welchem die Eltern Betreuungsleistungen und Verantwortung für die Kinder gleichermaßen übernehmen. Dies hat auch Auswirkungen auf die jeweiligen Unterhaltsverpflichtungen.
02.12.2021
Maßnahmen der Kinder und Jugendhilfe
Referent: Dr. Susanne Heynen,
Landeshauptstadt Stuttgart, Jugendamt
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Der Vortrag gibt zunächst einen kurzen Überblick über die rechtlichen Grundlagen und die Struktur der Kinder- und Jugendhilfe, die in Deutschland sehr differieren kann. Im zweiten Schritt werden die wichtigsten (präventiven) Unterstützungsleistungen der Jugendhilfe dargestellt, die in der Regel einen guten Zugang zu Familien auch in Belastungssituationen ermöglichen. Zum Schluss geht es um die Maßnahmen im Rahmen des Kinderschutzes sowohl in der Verantwortung der freien Träger, als auch des öffentlichen Trägers der Jugendhilfe (Jugendamt). Hierzu gehören unter anderem die Umsetzung des Schutzauftrags / Gefährdungseinschätzung nach § 8a SGB VIII, Inobhutnahme nach § 42 SGB VIII, Anrufung des Familiengerichts nach § 8a (3) SGB VIII, Jugendhilfeleistungen nach dem SGB VIII und Vormundschaften.

Weiter- und Fortbildungen zu weiteren Rechtsthemen


20.05.2021
Vernehmung kindlicher Zeugen im Strafverfahren
Referent: Anke Marlie,
Staatsanwältin, Staatsanwaltschaft bei dem Landgericht Flensburg
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Die Qualität der Vernehmung von kindlichen Zeugen ist eine Weichenstellung im Strafverfahren. Vernehmungspersonen müssen daher sowohl im Bereich der Polizei als auch bei Staatsanwaltschaft und Gericht in hohem Maße sensibel und in Vernehmungstechnik fortgebildet sein. Die richterliche Videovernehmung führte in der Strafjustiz bislang ein Schattendasein. Der Gesetzgeber reagierte schließlich darauf und änderte mit dem Gesetz zur Modernisierung des Strafverfahrens die Regelungen zur richterlichen Videovernehmung gemäß §§ 58a, 255a StPO. Der Beitrag soll anhand von Beispielen aus der Praxis einen Überblick über die gesetzlichen Anforderungen und die Umsetzung der Videovernehmung von Kindern und die entsprechende Beteiligung von aussagepsychologischen Sachverständigen geben.
17.06.2021
Traumafolgestörungen und deren Begutachtung
Referent: Prof. Dr. Harald Dreßing
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Traumafolgestörungen sind heterogen und nicht selten mit komorbiden Störungen vergesellschaftet. Neben der diagnostisch klar umschriebenen posttraumatischen Belastungsstörung wird in der wissenschaftlichen Literatur auch eine komplexe posttraumatische Belastungsstörung diskutiert. Die Begutachtung von Traumafolgestörungen ist in der Regel eine sehr komplexe Aufgabe, zumal häufig auch nicht ein einzelnes Trauma, sondern mehrere Traumata unterschiedlicher Qualität vorliegen. Die unterschiedlichen diagnostischen Vorgaben in ICD 10, DSM 5 und ICD 11 und das grundsätzliche Vorgehen bei der Begutachtung werden dargestellt.
09.12.2021
Freiheitsgrade in der forensischen Forschung und Begutachtung
Referent: Prof. Dr. Aileen Oeberst,
FernUniversität in Hagen Fakultät für Psychologie Lehrgebiet Medienpsychologie
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Wissenschaftler*innen wie Gutachter*innen steht in der Beantwortung ihrer Fragestellungen erheblicher Entscheidungsspielraum (Freiheitsgrade) zur Verfügung. In der Forschung fördert dies selektive und verzerrte Ergebnisse, welche wiederum die Grundlage für die (forensische) Begutachtung. In der Begutachtung selbst werfen die vorhandenen Freiheitsgrade beträchtliche Zweifel an der Zuverlässigkeit und auch Gültigkeit von forensischen Gutachten. Dies wird exemplarisch anhand der Glaubhaftigkeitsbegutachtung illustriert; jedoch werden auch kurze Verweise auf die kriminalprognostische und familienrechtliche Begutachtung vorgenommen, um zu verdeutlichen, dass es sich um ein übergreifendes Problem handelt. Abschließend werden mögliche Lösungen diskutiert.

Kosten


Reihe Familienrecht
45 € pro Veranstaltung
oder günstiger im Abo: 10 x 40 € = 400 €
ermäßigt: 35 € pro Veranstaltung
oder günstiger im Abo: 10 x 30 € = 300 €

Reihe Strafrecht
45 € pro Veranstaltung
oder günstiger im Abo: 3 x 40 € = 120 €
ermäßigt: 35 € pro Veranstaltung
oder günstiger im Abo: 3 x 30 € = 90 €


Weiter- und Fortbildungsbescheinigung


Weiter- und Fortbildungsbescheinigungen werden erteilt. Für FachpsychologInnen für Rechtpsychologie BDP/DGPs wird 1 UE/Veranstaltung gem. §§ 4.2 und 4.9 WBO als Weiter- und Fortbildung vergeben.

Procedere


Für die Teilnahme benötigen Sie einen Computer mit Internetanschluss sowie ein Headset. Technischer Support ist gewährleistet. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an die IT-Abteilung, Patrick Niebergall, Tel. 0251 16 24 55 52.